Das MTHFR-Gen ist eines der am meisten untersuchten Gene in der Nutrigenomik. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Methylierung, einem Prozess, der nahezu alle Systeme Ihres Körpers beeinflusst.
Was ist MTHFR?
MTHFR (Methylentetrahydrofolat-Reduktase) wandelt Folat in seine aktive Form Methylfolat um, die für DNA-Synthese, Neurotransmitterproduktion und kardiovaskuläre Gesundheit unerlässlich ist.
Häufige Varianten
C677T (rs1801133)
Reduziert die Enzymaktivität um 30–70 %. Kann zu erhöhtem Homocystein führen.
A1298C (rs1801131)
Milderer Effekt, kann aber Neurotransmittersynthese beeinflussen.
Ernährungsstrategien
- Dunkelblättrige Gemüse: Spinat, Grünkohl, Rucola
- Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, schwarze Bohnen
- Spargel, Brokkoli, Avocados, Zitrusfrüchte
Wichtige Kofaktoren
- Vitamin B12: Homocysteinstoffwechsel
- Vitamin B6: Transsulfurierungsweg
- Riboflavin (B2): MTHFR-Kofaktor
- Betain: Alternativer Methyldonor
Was zu vermeiden ist
- Folsäure in Lebensmitteln (Methylfolat bevorzugen)
- Alkohol (verbraucht B-Vitamine)
„Ihr MTHFR-Status ermöglicht fundierte Entscheidungen über Ernährung und Nahrungsergänzung."
